• Informationen rund um die Energiekrise

Gemeinsam durch die Energiekrise

In den vergangenen Wochen und Monaten konnten Sie die Medienberichterstattung über die eingeschränkte  Versorgungssicherheit und erheblich steigende Energiepreise in Deutschland und Europa wahrnehmen. Ursache hierfür ist der russische Angriffskrieg auf die Ukraine.

Neue Gasumlagen
Aufgrund der deutlichen Kürzung der Gaslieferungen durch Russland sorgen wir uns nun um die Gasversorgungssicherheit im Winter und treffen als Netzbetreiber die notwendigen Vorbereitungen. Die Bundesregierung hat zur Sicherung der Versorgung eine Gasbeschaffungs-Umlage und eine Gasspeicher-Umlage neu eingeführt. Sie werden auf den Gasverbrauch der Haushalte sowie den Verbrauch der Industrie- und Gewerbekunden erhoben.

Gemeinsam durch die Energiekrise
Wir wissen, dass diese Preissteigerungen für Sie enorme Belastungen bedeuten. Die Bundesregierung hat in diesem Jahr mehrere Maßnahmen umgesetzt, um die Haushalte zu entlasten. Zugleich hat sie weitere Entlastungsschritte angekündigt. Dennoch bleiben die steigenden Preise eine Herausforderung.
Eine Möglichkeit die Versorgungssicherheit zu stabilisieren und gleichzeitig den starken Preisanstieg zumindest zu dämpfen, ist das Energiesparen. Jede eingesparte Kilowattstunde hilft uns allen, um besser durch die nächsten Winter zu kommen.

Informationen aus erster Hand
In Kürze laden wir Sie zu Informationsveranstaltungen rund um das Thema Energiekrise ein und stehen Ihnen für Ihre Fragen persönlich zur Verfügung.

Kundenveranstaltung in Ritterhude

Wir laden Sie ein

Am Montag, 10. Oktober 2022 um 18 Uhr findet unsere Kundenveranstaltungen in Ritterhude statt. Wir informieren rund um die aktuelle Energiekrise und stehen für Ihre Fragen bereit. Die Plätze sind begrenzt, bei großem Interesse werden wir das Format gerne wiederholen. Wir laden Sie herzlich ein in das Hamme Forum in Ritterhude (Riesstraße 11, 27721 Ritterhude) und bitten um vorherige Anmeldung über nachfolgendes Formular:

    *Pflichtfeld

    FAQ

    Häufig gestellte Fragen

    Fragen zur Versorgungssicherheit

    Ja, die Versorgung der privaten Haushalte ist gesichert und die Versorgungssicherheit weiter gewährleistet. Aber die Lage ist ernst. Daher geht mit der seit dem 23.06. 2022 aktivierten Alarmstufe das klare Signal an alle Verbraucherinnen und Verbraucher den Gasverbrauch aus Vorsorgegründen weiter zu reduzieren. Dies gilt sowohl für die Industrie, für öffentliche Einrichtungen sowie für Privathaushalten.

    Um im kommenden Winter die Versorgung auch ohne russisches Gas weiter zu gewährleisten, müssten weitere Maßnahmen ergriffen werden, die den Gasverbrauch noch deutlicher senken.

    Es gilt: Je mehr im Sommer verbraucht wird, desto schwieriger wird die Lage im Winter. Umgekehrt: Je mehr Energie wir jetzt sparen, desto besser kommen wir durch den Winter. Daher sind alle Verbraucherinnen und Verbraucher gehalten, so viel Energie wie möglich einzusparen.

    Bei einem kompletten Stopp der Lieferungen wäre über die Ausrufung der sog. Notfallstufe zu entscheiden.

    Auf Basis einer europäischen Verordnung zur Gewährleistung der sicheren Gasversorgung umfasst der „Notfallplan Gas für die Bundesrepublik Deutschland“ drei Eskalationsstufen. Die folgenden Informationen zu den drei Stufen basieren auf den Informationen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klima (BMWK).

    Frühwarnstufe (Stufe 1, aktiviert 30.03.2022 ) – Noch kein Eingriff des Staates

    In der ersten Stufe tritt ein Krisenstab beim Bundeswirtschaftsministerium zusammen, der aus Behörden und den Energieversorgern besteht. Die Gasversorger und die Betreiber der Gasleitungen werden etwa verpflichtet, regelmäßig die Lage für die Bundesregierung einzuschätzen. Noch greift der Staat aber nicht ein. Vielmehr ergreifen Gashändler und -lieferanten, Fernleitungs- und Verteilnetzbetreiber marktbasierte Maßnahmen, um die Gasversorgung aufrechtzuerhalten. Dazu gehören beispielsweise die Nutzung von Flexibilitäten auf der Beschaffungsseite, der Rückgriff auf Gasspeicher, die Optimierung von Lastflüssen oder die Anforderung externer Regelenergie.

     

    Alarmstufe (Stufe 2, aktiviert 23.06.2022) – Der Markt kann Störungen noch alleine bewältigen

    Auch in der sogenannten Alarmstufe kümmern sich die Marktakteure noch in Eigenregie um eine Entspannung der Lage. Auch hier können die in Stufe 1 genannten Maßnahmen ebenfalls von den Marktakteuren ergriffen werden. Dazu gehören wiederum beispielsweise die Nutzung von Flexibilitäten auf der Beschaffungsseite, der Rückgriff auf Gasspeicher, die Optimierung von Lastflüssen oder die Anforderung externer Regelenergie.

     

    Notfallstufe (Stufe 3) – Der Staat greift ein, die Bundesnetzagentur übernimmt die Verteilung von Gas

    Wenn die Maßnahmen der Frühwarn- oder der Alarmstufe nicht ausreichen oder eine dauerhafte Verschlechterung der Versorgungssituation eintritt, kann die Bundesregierung per Verordnung die Notfallstufe ausrufen. In diesem Fall liegt eine “außergewöhnlich hohe Nachfrage nach Gas, eine erhebliche Störung der Gasversorgung oder eine andere erhebliche Verschlechterung der Versorgungslage”, vor. Ab diesem Moment greift der Staat in den Markt ein. Konkret heißt das: Die Bundesnetzagentur wird zum “Bundeslastverteiler”. Ihr obliegt dann in enger Abstimmung mit den Netzbetreibern die Verteilung von Gas. Dabei sind bestimmte Verbrauchergruppen gesetzlich besonders geschützt, d.h. diese sind möglichst bis zuletzt mit Gas zu versorgen. Zu diesen geschützten Verbrauchern gehören private Haushalte, soziale Einrichtungen wie etwa Krankenhäuser und Gaskraftwerke, die zugleich auch der Wärmeversorgung von Haushalten dienen.

    Wenn eine dauerhafte Verschlechterung der Versorgungssituation eintritt, kann die Bundesregierung per Verordnung die Notfallstufe ausrufen. In diesem Fall liegt eine außergewöhnlich hohe Nachfrage nach Gas, eine erhebliche Störung der Gasversorgung oder eine andere erhebliche Verschlechterung der Versorgungslage, vor. Ab diesem Moment greift der Staat in den Markt ein. Konkret heißt das: Die Bundesnetzagentur wird zum “Bundeslastverteiler”. Ihr obliegt dann in enger Abstimmung mit den Netzbetreibern die Verteilung von Gas.

    Dabei sind bestimmte Verbrauchergruppen gesetzlich besonders geschützt, d.h. diese sind möglichst bis zuletzt mit Gas zu versorgen. Zu diesen geschützten Verbrauchern gehören private Haushalte, soziale Einrichtungen wie etwa Krankenhäuser und Gaskraftwerke, die zugleich auch der Wärmeversorgung von Haushalten dienen.

    Die Befüllung der Gasspeicher (angestrebt sind 95 % bis November) hat jetzt oberste Priorität. Je mehr Gas wir also im Sommer verbrauchen, desto schwieriger wird die Versorgung im Herbst und im Winter. Daher sind jetzt Einsparungen notwendig, um die Gasspeicher weiter füllen zu können.

    Erdgas wird nicht nur zum Heizen und für Warmwasser gebraucht, sondern auch für die Produktion von Strom eingesetzt. Im Jahr 2021 betrug der Anteil von Gas bei der Stromerzeugung noch 15 %. Das Einsparen von Strom reduziert somit auch den Gasverbrauch. Jede gesparte Kilowattstunde Energie leistet einen Beitrag für unsere Unabhängigkeit, senkt den individuellen Kostendruck und hilft, unsere Klimaziele zu erreichen.

    Von einer Anschaffung elektrischer Heizlüfter, um in der Energiekrise Geld zu sparen, wird abgeraten. Mit dem Betrieb von elektrischen Heizlüftern kann kein Geld gespart werden. Wenn die Preise gerade für Erdgas sehr stark steigen, dann ziehen die Preise an den Großhandelsmärkten für Strom mit. 

    Fragen zur Bezahlbarkeit

    In Ergänzung und nachrangig zu Maßnahmen des Bundes kann die Einrichtung von Härtefallfonds dabei helfen, Strom- und Gassperren zu verhindern.

    Über Härtefallfonds sollen Menschen in besonderen Notlagen, die ihre Energiekosten nicht bezahlen können und bei denen soziale Sicherungssysteme nicht greifen, eine Unterstützung bekommen können. Die Landesregierung ist bereit, sich auf der Basis von Konzepten der Kommunen und/ oder Energieversorger zu einem Drittel an den Kosten von lokalen Härtefallfonds zu beteiligen.

    Die kommunalen Spitzenverbände sowie die Verbände der Energiewirtschaft in Niedersachsen beraten in ihren Gremien nun zügig, ob und wie die Härtefallfonds eingesetzt werden können. Sobald es konkrete Informationen zum Härtefallfond in unserer Region gibt, werden Sie es hier erfahren.

    Im Rahmen der Preisanpassungen zum 01. Oktober wurden Abschläge automatisiert angepasst – Sie müssen sich also um nichts kümmern.

    Die Berechnung Ihres Abschlags erfolgt auf Basis der gültigen Preise und Ihres Vorjahresverbrauchs. Durch die Senkung des Abschlags würden die Fälligkeit lediglich bis zur Rechnungsstellung aufgeschoben werden. Suchen Sie auch hier gerne das persönliche Gespräch mit uns, um gemeinsam eine Lösung zu finden.

    Können Sie ihre Abrechnung nachvollziehbar nicht zahlen, suchen Sie unbedingt das persönliche Gespräch mit uns. Wir bieten dann die Möglichkeit einer Ratenzahlung an. Wir werden Liefersperren wegen Zahlungsverzuges gegenüber Privathaushalten nur mit besonderem Augenmaß anwenden. Sperrungen sind lediglich die Ultima Ratio. Wir werden versuchen Lösungen zu finden, die eine Sperrung verhindern, können sie aber nicht ausschließen.

    Eine Ratenzahlung auf die monatlichen Abschläge bieten wir nicht an.

    Für die vorübergehende Absenkung der Mehrwertsteuer auf 7% beim Erdgas liegt bisher noch keine gültige Rechtsgrundlage vor. Sobald diese vorliegt, geben wir die Mehrwertsteuersenkung selbstverständlich 1:1 an unsere Kunden weiter, ggf. auch rückwirkend.