Über 500 Stimmen für Klimaschutz-Projekte

16.000 Euro gehen an vier Einrichtungen

„Das war eine spannende Abstimmung. Wir freuen uns über die vielen Stimmen und das große Engagement der fünf Bewerber für den Klimaschutz“, erklärt Carolin Novak aus dem Marketing-Team der Osterholzer Stadtwerke. „Über 500 Kunden haben ihre Stimme für ihr regionales Lieblingsprojekt abgegeben.“ Jede Stimme ist Geld wert (etwa 30 Euro). Insgesamt fließen 16.000 Euro aus dem Ökostrom-Fördertopf für das Jahr 2023.

Die meisten Stimmen (191) erhielt die freie Walddorfschule in der Lindenstraße von Osterholz-Scharmbecker. Die Gewinnsumme von rund 5.700 Euro dient für eine neue Photovoltaikanlage und einem Batteriespeicher. Damit will die Schule ihren Strombedarf fast vollständig decken. Auf Platz zwei mit 155 Stimmen folgt der SV Lilienthal / Falkenberg. Die 4.600 Euro nutzt der Verein, um seine vier Fußballplätze mit sparsamen und flexiblen LED-Flutlicht auszustatten. Rund 3.500 Euro erhält das Ritterhuder Gymnasium in der Riesschule für die Umrüstung der Aula von energiefressenden Halogenstrahlern auf energieeffiziente LED-Strahler.

Der Verein Hu’e Mobil aus Ritterhude freut sich über rund 1.500 Euro, um den kostenlosen Elektro-Lastenrad-Verleih zu verlängern. Für die Durchführung von Workshops zur Motivationsförderung und Ideengewinnung zur Reduzierung von Treibhausgasen hätte Markus Wrede rund 360 Euro erhalten. Er verzichtete auf das Fördergeld, welches auf die übrigen vier Teilnehmer aufgeteilt wurde.

Von jeder verbrauchten Kilowattstunde der Stadtwerke-Kunden aus Wind- oder Wasserkraft gehen 0,025 Cent an die Klimaschutzprojekte im Landkreis Osterholz, von denen stets möglichst viele Menschen profitieren.

Hintergrund-Information

Der regionale Energieversorger liefert an seine Tarifkunden 100%igen Öko-Strom mit Herkunftsnachweis des Umweltbundesamtes. Für jede verbrauchte Kilowattstunde des Ökostroms fließen seit Ende 2017 Jahren 0,025 Cent in den Nachhaltigkeits-Fond. Bürger, Vereine, Gruppen oder Institutionen können ihre Idee für ein CO2-Spar-Projekt einreichen. Insgesamt hat der regionale Energieversorger bereits nunmehr 36 gemeinnützige Projekte mit insgesamt über 82.000 Euro gefördert.

Die Gewinner 2023 mit ihren nachhaltigen Ideen:

Freie Waldorfschule Lindenstraße
Sonne einfangen für alle Klassen

Die Freie Waldorfschule Lindenstraße ist eine Gesamtschule mit 226 Schülerinnen und Schülern sowie ca. 45 Lehrkräften und Wirtschaftspersonal. Die Schule ist in der Trägerschaft des gemeinnützigen Vereins Schulverein Freie Schule Lindenstraße e.V.. Die Schulgemeinschaft aus ca. 160 Elternhäusern der Region engagiert sich in Arbeitsgruppen zu allen möglichen Themen, um die Gestaltung der Schule nachhaltig und ressourcenschonend auszurichten. „Wir wollen unseren Kindern gemeinschaftlich zeigen, wie dies in der heutigen Zeit umsetzbar ist. Das mit Ihrer Kollegin Frau Joana Ahrens (Osterholzer Stadtwerke) geplante Projekt einer PV-Anlage mit Batteriespeicher auf dem Dach unserer Turnhalle soll mit 49kwp den Stromverbrauch unserer Schule fast vollständig decken“, lautet es im Bewerbungsschreiben.

„Im Zuge dessen würden wir gerne den entstandenen Überschussstrom für das Laden von E-Mobilität der Angestellten und Schülerinnen und Schüler zur Verfügung stellen. Dabei ist auch die Ladeinfrastruktur für E-Bikes geplant. Wir freuen uns über Ihre Unterstützung!“

SV Lilienthal / Falkenberg
LED Flutlicht

Das Schoofmoorstadion, die beiden Nebenplätze und der vierte Fußballplatz an der Mauerseglerstraße sollen im Jahr 2024 auf LED Flutlicht umgestellt werden. Der Klimaschutz wird durch den deutlich reduzierten Stromverbrauch von LED erreicht. Darüber hinaus lassen sich mit der neuen Anlage Spielfelder nach Bedarf beleuchten (z.B. eine Spielhälfte, der Strafraum, die Tartanbahn) und es gibt auch unterschiedliche Helligkeitsstufen. Darüber hinaus ist die Gemeinnützigkeit gegeben, weil die „eingetragenen Vereine“ von dieser Investition profitieren. Alleine kann ein Fußballverein mit 550 Mitglieder so ein Investment nicht stemmen, heißt es in dem Antrag.

Gymnasium Ritterhude
Austausch der Halogenstrahler in der Aula

In der Riesschule (Gymnasium Ritterhude) befinden sich in der Bühnenbeleuchtung noch alte Halogenstrahler. Um den enormen Energieverbrauch dieser zu senken, wollen die Verantwortlichen diese gerne gegen energieeffiziente LED-Strahler austauschen. Durch einen Austausch profitieren die Schüler des Faches „Darstellendes Spiel“ und auch die Zuschauer (Schüler, Eltern, Bürger Ritterhudes), da neue LED-Strahler neben der Energieeinsparung auch für präzisere Ausleuchtung sorgen. Daneben finden auch andere Veranstaltungen (Abiturverleihung u.ä.) in der Aula statt.

Hu’e Mobil e. V.
Ein Lastenrad für Ritterhude

„Seit März 2023 machen wir sehr positive Erfahrungen mit einem uns vom Landkreis Osterholz im Rahmen eines Projektes der Metropolregion Nordwest zur Verfügung gestellten E-Lastenrades. Dieses kann über unser Buchungsportal „www.hue-mobil.de“ stundenweise gebucht und anschließend z. B. für Einkäufe, kleine Transporte oder auch den Sonntagsausflug mit der ganzen Familie genutzt werden. In dem Lastenkorb ist Platz für einen umfangreichen Einkauf einschließlich Getränkekisten oder auch bis zu vier Kleinkinder (mit Sicherheitsgurten)“, heißt es im Antrag.

„Das Projekt ist leider auf 6 Monate begrenzt. Nachdem wir jetzt feststellen konnten, wie gut das Angebot angenommen wird, würden wir im Anschluss gerne weiterhin ein Lastenrad für die gemeinschaftliche Nutzung zur Verfügung stellen“, lautet der Wunsch aus Ritterhude.

Markus Brede (er hat nachträglich auf die Auszahlung des Fördergelds verzichtet)
Reduktion der Treibhausgasemissionen im Landkreis Osterholz

„Der Klimawandel betrifft uns spürbar alle. Wir sind gleichzeitig durch unsere Lebensweise Ursache der Klimaveränderung in den vergangenen 250 Jahren. Innerhalb dieses Jahrzehnts muss vor allem der Ausstoß von Treibhausgasen auf Null reduziert werden. Diese Aufgabe kann nur gemeinsam bewältigt werden“, lautet der Antrag. Deshalb sei es von großer Bedeutung auf kommunaler und Kreisebene die Betroffenen zu beteiligen, miteinander ins Gespräch zu kommen und gemeinsam vor Ort Ideen und Lösungen zu entwickeln, um die Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Das geschätzte CO2 Reduktionspotenzial des Landkreises liegt durch Umstellung der Gas- und Ölheizungen auf mit grünem Strom betriebene Wärmepumpen, Installation von PV-Anlagen und Umstellung auf elektrische Mobilität bei ca. 300.000 t/Jahr. Es soll eine Interessensgruppe/Netzwerk gegründet werden, die durch Workshops und Schulungen mögliche CO2-Einsparpotentiale identifizieren.

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